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Nach
dem Princess Sofia Cup im April dieses Jahres war Wiebke Lechler vom
Yacht-Club Berlin Grünau, meine langjährige Vorschoterin im 420er und
470er, nach reiflicher Überlegung zu dem Entschluss gekom men,
mit dem Leistungssegeln aufzuhören. Trotz vieler schöner gemeinsamer
Erfolge bei großen Regatten,
unter anderem zweimal Spitzenplätzen bei Weltmeisterschaften, war ihr die
zeitliche Belastung einfach zu groß geworden.

Svenja
Weger und Wiebke Lechler segeln nicht mehr als Team
Daher
musste ich für meine eigenen weiteren Segelambitionen nach Alternativen
Ausschau halten. Da sich keine geeignete Partnerin für den 470er anbot,
versuche ich mein Glück jetzt alleine im Laser.

Ungewohntes
Bild: Svenja beim Laser-Training auf der Ostsee - Foto:©Olaf Koppin
Nach
der YES Regatta in Kiel, bei der ich auf Anhieb Fünfte wurde, und dem
Weltcup in Kiel, bei dem ich mich unter Starkwindbedingungen
erstmalig mit der internationalen Konkurrenz messen konnte und dabei noch
etwas Lehrgeld bezahlen musste, startete am letzten Samstag meine 3.
richtige Regatta im Laser, der Europacup in Warnemünde, der im Rahmen der
Warnemünder Woche ausgetragen wurde.
Der
Berliner Kader hatte schon 5 Tage Training mit Olaf bei wechselnden
Bedingungen hinter sich, sodass wir gut vorbereitet in die Regatta gingen.

Warnemünder
Woche - Der Teepott mit Leuchtturm
Die
Wettervorhersage für Samstag sah nicht gut aus, sollte sich aber leider
bewahrheiten. Konstante 6-7, in Böen bis zu 9 Windstärken wurden von der
Wettfahrtleitung auf dem Kurs gemessen und ließen kein Segeln zu.
Sonntag
sah es windmäßig
eigentlich gut aus, aber da war ja auch noch der Nebel. Wegen zu schlechter
Sicht hatten wir bis 14.30 Uhr Startverschiebung, bevor es dann endlich raus
auf’s
Wasser ging. Bei anfangs noch Mittel- später dann Leichtwind, konnten 2
Wettfahrten durchgeführt werden. Die erste lief bei mir eher mittelmäßig :
Nach einem schlechten Start konnte ich mich zwar noch etwas nach vorne
arbeiten, mehr als ein 31. Platz war aber nicht drin.
Die
darauffolgende Wettfahrt bei abflauendem Wind lief deutlich besser, ich ging
als 6. durchs Ziel. Bei den anderen aus unserer Trainingsgruppe lief es
heute ähnlich durchwachsen wie bei mir, nur Tobi war mit einem 9. Platz im
ersten Rennen und anschließend noch einem Tagessieg natürlich sehr
zufrieden.

Tobias
Graf nach dem ersten Tag ganz vorne dabei
Auch
der nächste Tag begann mit einer kurzen Startverschiebung wegen schlechter
Sichtverhältnisse, heute ging es jedoch deutlich schneller hinaus auf Bahn
Foxtrott, wo die Laser Radial in 2. Starts ihre Rennen austrugen.
Bei
4-5 Windstärken wurden auch heute leider nur 2 Wettfahrten ausgetragen. Das
1. Rennen musste abgebrochen werden, nachdem die überwiegende Mehrheit der Segler(innen) die Tonne 2 nicht finden konnte,
die viel zu hoch ausgelegt worden war.
Ich
war recht zufrieden mit diesem Tag, segelte zweimal um den 15. Platz
und befand mich nun auf
dem 25. Gesamtplatz, damit gleichzeitig bestes Mädchen in der U-19 Wertung
und 4. In der Damen-Gesamtwertung.
Dienstag
war dann zu wenig Wind, um noch eine Wettfahrt zu starten und so entschied
sich die Wettfahrtleitung um 12.00 Uhr vorzeitig abzubrechen. Somit hatte
bei den Laser Radial ein Pole vor Franziska Goltz gewonnen, welche die
Damenwertung für sich entschied.

Svenja Weger
(2.vr)
Tobi
wurde bester Berliner auf Gesamtplatz 17.
Mir
hat die Veranstaltung und auch das Training im Vorfeld viel Spaß gemacht
und ich habe jetzt 2 Wochen Pause, bevor es dann weiter zur JWM in La
Rochelle geht.
Ich
finde mich im Laser gut zurecht, an meinen Manövern und an meiner Technik,
besonders auf den Vorwindkursen muss aber noch weiter gearbeitet werden.
Bedanken
möchte ich mich bei allen, die mir den schnellen Umstieg vom 470er in den
Laser ermöglicht haben, ohne dass dabei eine längere Segelpause für mich
entstanden wäre.
Svenja Weger
- Foto:©Olaf Koppin

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